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Wenn Musik und Politik miteinander tanzen Die Musik als Waffe im Kalten Krieg

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  • Vortrag
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    • 21.07.2016 - 18:00 > 20:00 - DE

Mit der Befreiung Luxemburgs durch die amerikanischen Truppen im Oktober 1944 wurde der intakte und funktionierende Sender von Radio Luxemburg in ein wichtiges Propagandainstrument verwandelt. Hier startete das musikalische Programm der PWD (Psychological Warfare Division), welches der vom Würgegriff des Nationalsozialismus befreiten Musik eine wichtige erzieherische Rolle in der Befreiung, Besetzung und späteren Entnazifizierung zuordnete.

Ab 1948 verlor das Projekt für die musikalische Neuorientierung der deutschen Bevölkerung an Bedeutung. Die Teilung Deutschlands und das wachsend angespannte Verhältnis zwischen der Sowjetunion und den USA forderten Vorrang für die Beeinflussung der avantgardistischen Eliten, um auch kulturell der kommunistischen „fünften Kolonne" mit vereinter Front entgegen zu wirken. Diese Entscheidungen sollten das Musikschaffen Europas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägen.

 

Vortrag von Vera Herold, Master in Cultural Studies, Musikkritikerin und freie Mitarbeiterin am MNHA