Die Apotheke von Nicolas Lechen neu eingerichtet

 Der Apotheker Nicolas Lechen (1788 - 1845) richtete 1833 seine Offizin an der Ecke Grand-Rue und Côte d'Eich in Luxemburg mit luxuriösem Mobiliar im Stil der französischen Restauration ein.


Wie in deutschen Apotheken üblich, trägt der Rezepturtisch einen Säulenaufsatz. Er diente zum Aufhängen von Öllampen und Waagen. Für ein genaues Abwiegen war eine Feinwaage unverzichtbar. Die Mörser wurden benutzt, um Wurzeln, Rinden und Kräuter zu zerstoßen und die Pillenmasse zu verarbeiten.

Die Schränke an den seitlichen Wänden verfügen über 150 Schubladen, die mit Namen von Heilpflanzen und Kräutern beschriftet sind. In den Regalen befinden sich Henkelgefäße aus Fayence, die für Sirup, verschiedene Honigsorten und Öle bestimmt waren, sowie zylinderförmige Behälter für Salben und Pflanzenextrakte. Auf den oberen Regalböden stehen an die hundert Glasfläschchen, in denen unterschiedlichste Substanzen aufbewahrt wurden.

Ganz oben in den Eckschränken waren die „Separanda" gelagert. Das sind Substanzen, die getrennt von anderen Medikamenten aufbewahrt werden mussten. Die Gifte („Venena") befanden sich in den beiden Schränken an der Rückwand.

WILTHEIM Flügel - Keller (-1)