Das Hauptgebäude

Die Aktivitäten, welche im Rahmen des kulturellen Jahres 1995 entwickelt wurden, verdeutlichten, dass das 1939 fertiggestellte Hauptgebäude zu klein für die Sammlungen geworden ist. Es entsprach nicht mehr den Ansprüchen der Besucher und bot wenig Platz für temporäre Ausstellungen.

Das Projekt der Umgestaltung des MNHA wird der Stiftung für die Renovierung der Altstadt anvertraut. Im Herzen der denkmalgeschützten Altstadt erweist sich die Erweiterung als schwierig. Nach den umfangreichen Bauarbeiten wird 2002 das neue Hauptgebäude eröffnet. Der neugewonnene Raum trifft zeitgenössische Ansprüche und verdoppelt die Ausstellungsfläche des Museums von 1.900 m2 auf 4.300 m2. Die neuen Ausstellungsräume befinden sich zum größten Teil unter dem neugestalteten Platz beim Fischmarkt.

In seiner neuen Gestaltung bietet das Hauptgebäude folgende Räumlichkeiten:

Ein Gebäude, das dem Platz beim Fischmarkt zugewendet ist, beherbergt einen Empfang, einen Museumshop und eine Cafeteria im Erdgeschoss, ein Auditorium und einen Projektionsraum in der ersten Etage sowie einen Raum für temporäre Ausstellungen in der letzten Etage. Vom Fischmarkt aus gesehen zeigt sich das neue Gebäude wie ein monolithischer Block mit einer Fassadenbekleidung aus Naturstein, das sich stark von den Nachbargebäuden absetzt. Im Erdgeschoss ermöglicht die verglaste Eingangshalle die Sicht nach außen.

Ein neues Ensemble von drei Etagen unter dem Platz beim Fischmarkt. Diese in den Fels gegrabenen neuen Räumlichkeiten sind für die bedeutenden archäologischen Sammlungen des Museums bestimmt.

Ein Atrium, ein Übergansraum, das Rampen, Aufzüge und Treppen beherbergt, setzt das neue und das alte Gebäude gegenüber; mit der Verglasung werden Transparenz und Lichtdurchlässigkeit assoziiert.

Die Räume des alten Gebäudes (Collart - de Scherff Haus, ab 1922 in ein Museum umfunktioniert). Sie sind komplett renoviert und um einen kleinen überdeckten Innenhof herum gebaut.

Die komplett verglaste Fußgängerbrücke auf zwei Ebenen verbindet von jetzt an das Hauptgebäude mit dem Wiltheim-Flügel und verbessert somit deutlich die Bewegungsfreiheit der Menschen und erhöht die Besucheranzahl.