Geschichte der Gebäude

Die Überlegungen zu einem öffentlichen Museum in Luxemburg  kamen bereits Ende des 18. Jahrhunderts auf. 1845 gründeten luxemburgische Historiker und Archäologen die Gesellschaft zur Forschung und Erhaltung historischer Denkmäler im Großherzogtum Luxemburg. Diese Gesellschaft betreute eine antike Sammlung, die zuvor im Rahmen des großherzoglichen Athenäums aufgebaut worden war.  1868 führte ein königlicher Erlass zur Gründung des großherzoglichen Instituts, das insbesondere eine historische Abteilung umfasste, die mit der Erhaltung archäologischer und historischer Sammlungen betraut war.

1845-1922 ¦ Sammlungen ohne Museum

Die Gesellschaft zur Forschung und Erhaltung historischer Denkmäler im Großherzogtum Luxemburg begann ab 1845 zunächst eine Münzsammlung, später dann auch archäologische und historische Sammlungen zusammenzustellen und wurde 1868 die historische Abteilung des großherzoglichen Instituts. Sie bot der Regierung immer wieder an, ihre Sammlung einem noch zu gründenden Museum zur Verfügung zu stellen, doch der Vorschlag blieb lange ohne Erfolg.

Zwischen 1893 und 1922 wurden mehrere Konzepte entwickelt, die teilweise auch die Kunstsammlungen der Stadt Luxemburg einbezogen. Wegen ihrer nicht gesicherten Finanzierung wurde allerdings keines der Projekte realisiert.

1922-1933 ¦ Vom Konzept zum Museum

1922 erwarb der Staat schließlich das Maison-Collart-de-Scherff am Fischmarkt, um es zu einem Museum umzugestalten. Die Umbauarbeiten begannen zwei Jahre später. Durch finanzielle Probleme verzögert, wurden diese jedoch erst 1939 im Zuge des hundertjährigen Jubiläums der Unabhängigkeit Luxemburgs abgeschlossen. Es dauerte ein ganzes Jahrhundert, um im unabhängigen Großherzogtum ein Museum zu eröffnen!

Der Zweite Weltkriegt bricht noch vor der Eröffnung des Museums aus und die Sammlungen, die noch kaum installiert sind, müssen in Sicherheit gebracht werden.

1940-1946 ¦ Vom Landesmuseum Luxemburg zum Staatsmuseum

Die nationalsozialistische Besatzung entwickelte im Rahmen ihrer Politik zur Germanisierung Luxemburgs ambitionierte Pläne. Das Museum sollte ein Schauplatz der germanischen Kultur  und dem „Volkstum" werden. Die erhebliche Vergrößerung der Gebäude, die von den nationalsozialistischen Machthabern vorgesehen war, wurde jedoch durch den Verlauf des Krieges verhindert und ab 1943 mussten die Sammlungen an einem sicheren Ort untergebracht werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte der Groβteil der Kollektionen unbeschadet ins Museum zurück, das 1946 seine Türen für die Öffentlichkeit öffnete.