Einleitung (+ Video) „Eine neue Form bürgerschaftlichen Engagements zur
Bewahrung des kulturellen Erbes im Großherzogtum“

“Unserem Museum wurde ein Werk zum Kauf angeboten, das in künstlerischer wie in historischer Hinsicht von herausragender Bedeutung für Luxemburg ist.

Das Gemälde mit dem Titel „Luxemburgische Landschaft mit Burgruine Fels (Larochette)“ wurde 1848 von einem der bekanntesten Maler seiner Zeit, Barend Cornelis Koekkoek (1803-1862), geschaffen. Der Auftraggeber war kein geringerer als der König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg, Wilhelm II. von Oranien-Nassau (1840-1849), jener Großherzog, der den Luxemburgern nach dem Vertrag von London von 1839 die Selbstverwaltung gewährte.

Das Werk gehört zu einem Zyklus großer luxemburgischer Landschaften, die Wilhelm II. in Auftrag gab, nach einer Luxemburg-Reise im Jahr 1845 und zu der er den Künstler eingeladen hatte. Heute sind nur noch vier der acht Gemälde noch bekannt.

Es bietet sich hier also eine einzigartige Gelegenheit, eine romantische luxemburgische Landschaft, in die staatlichen Sammlungen aufzunehmen, die von einem der größten Landschaftsmaler seiner Epoche geschaffen wurde, ein Werk von außerordentlicher künstlerischer Qualität und historischer Bedeutung,.

Die erforderliche Investition übersteigt jedoch bei weitem das Ankaufsbudget des Museums. Deshalb starten wir – nach dem Beispiel anderer öffentlicher Institutionen wie dem Louvre oder der National Gallery – einen Aufruf zur Kulturförderung im Rahmen einer Crowdfunding-Aktion, in der Überzeugung, dass das Publikum die nationale Bedeutung dieser Maßnahme ermisst und uns in unseren Ankaufsbemühungen unterstützt.

Es handelt sich um eine Premiere in der Geschichte des Museums. Der Nationale Kulturfonds FOCUNA und der Verein der Freunde der Kunst- und Geschichtsmuseen haben sich freundlicherweise unserer Kampagne angeschlossen, ebenso die Botschaft der Niederlande in Luxemburg. Ein Hinweis: jede Spende über 50 € ist steuerlich absetzbar.

Das MNHA dankt im Voraus allen zukünftigen Spendern.“

Michel Polfer, Direktor des MNHA